Mobilität in China

Was Sie über den Straßenverkehr, den ÖPNV und das Fahrrad wissen sollten

Chengdu [2017] ist die Hauptstadt der Provinz Sichuan und wirkt immer wieder beeindruckend auf mich. Eine Metropole mit rund 14 Millionen Menschen, die trotz ihrer Größe und Einwohnerzahl für asiatische Verhältnisse durchweg strukturiert und gemächlich anmutet. Gegenüber den Metropolen wie etwa Phnom Penh oder Bangkok entwickeln die Verkehrsregeln, wenn man sie denn erst einmal verinnerlicht hat, eine regulierende Wirkung. Nichtsdestotrotz sieht Mobilität hier ungleich anders aus als in Deutschland.

Die wichtigste Regel für einen Aufenthalt, ohne Verkehrsunfall, in Chengdu ist, dass motorisierte Fahrzeuge mit einer generellen Vorfahrt ausgestattet sind.

Hierbei gilt die Regel, umso größer das Fahrzeug umso stärker das Recht die Vorfahrt für sich in Anspruch nehmen zu können. Unübersehbar sind die Busse der ÖPNV. Gefolgt von den PKWs, denen Sie besser ausweichen bzw. denen sie die Vorfahrt gewähren.

Selbst wenn eine vorhandene Fußgänger Ampel Ihnen mit einem grünen Ampelmännchen signalisiert, dass Sie jetzt die Straße überqueren können. In Chengdu fordert Sie das Signallicht lediglich dazu auf, nun Ihren Versuch zu unternehmen. Oftmals beachten PKWs die Ampeln nicht.

Stattdessen wird Ihnen durch mehrmaliges Hupen angezeigt, dass Sie noch ein klein wenig länger warten dürfen. Solange nämlich bis auch das letzte Fahrzeug vorübergefahren ist. Dieses Vorrecht der PKWs kann durchbrochen werden, wenn die Anzahl der Menschen, welche zu Fuß die Straße überqueren wollen, eine kritische Masse erreicht hat. Selbst der mutigste Fahrer verzichtet dann darauf, sein sonst typisches Vorrecht einzufordern.

Es bietet sich daher stets an, die Hauptstrassen dort zu überqueren, wo sie sich in der Menschenmenge Respekt verschaffen können. Wer sich erst einmal mit dem System angefreundet hat, kommt gut zurecht. Mir persönlich macht es immer wieder Spaß mich mit einer Cloud zu vermengen und tapfer die Herausforderung anzunehmen.

Wer sich lieber in Zurückhaltung übt oder grundsätzlich ein wenig Scheu ist, nimmt einfach eine der zahlreichen Unterführungen in Chengdu. Im Innenstadtbereich finden sich ausreichend Tunnel, die Ihnen einen gefahrlosen Weg bieten.

Zudem können diese Unterführungen, die aufgrund ihres umfangreichen Systems einem Maulwurfbau in Nichts nachstehen, interessante Eindrücke vermitteln. Im Stadtkern sind einige dieser Maulwurfbauten sogar zweistöckig. Eine Welt für sich, die nicht nur durch eine gewisse Dunkelheit etwas aufregendes hat.

Es finden sich in ihr kleine Shops, Cafés und allerlei Dienstleistungen, wie zum Beispiel Maniküre oder Smartphone Reparatur Shops. In den letzten Jahren sind leider einige dieser Tunnelanlagen gleichwohl von der Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Situation kalt erwischt worden. Sie verwaisen. Hier wird der Durchgang zu einem kleinen Abenteuer, ungefährlich aber spannend.

Zurück zur Oberfläche…

Wer nicht gut zu Fuß ist oder grundsätzlich Treppen und Rolltreppen meidet, muss beim Überqueren der Straße noch weitere Verkehrsteilnehmende im Auge behalten. In der natürlichen Ordnung der Straße folgt auf den PKW das Zweirad. Die Chinesen lieben ihre Motorroller. Die kleinen wendigen Flitzer wuseln sich mit Beharrlichkeit durch den Straßenverkehr. Aufgrund ihrer Verbreitung bieten einige Hauptverkehrsadern Zweiradwege an, welche u.a. durch eine physische Barriere von den großen Teilnehmenden getrennt sind.

Allerdings kommt es durchaus vor, dass mal der ein oder andere PKW auf diesen Weg ausweicht, so etwa, wenn ihre Fahrer etwas Dringendes erledigen wollen. Breit genug sind diese Spuren tatsächlich, um gleichzeitig den zahlreichen Zweirädern ausreichend Platz zu bieten. Auch Fussgänger machen ab und an davon Gebrauch. Folgen Sie einfach den imaginären Fußstapfen eines chinesischen Fußgängers. Ratsam ist dabei ab und an der Blick über die Schulter, um den rückwärtigen Verkehr im Auge zu behalten. Ungeachtet der Tatsache, dass die Hupe das liebste Spielzeug während einer ausgelassenen Fahrt mit dem Roller ist. Ach, was sage ich, ob Chinesen mit dem Roller oder mit dem Auto unterwegs sind, die Hupe wurde eindeutig dazu erfunden, um sie auch regelmäßig zu benutzen.

Wozu auch sonst?

Bitte beachten Sie, dass der überwiegende Teil der Motorroller in China mit einem Elektromotor ausgestattet sind. Verbrennungsmotoren sind verpönt und kommen für urbane Chinesen überhaupt nicht in Frage.

So umweltfreundlich diese Fahrzeuge sind, haben sie für unbedarfte Europäer den Nachteil, dass sie beinahe lautlos daherkommen. Lediglich das Abrollgeräusch der Reifen lässt sich vernehmen, wenn sie nur nahe genug an Ihnen vorbei rauschen. Es bedarf daher ein wenig Übung, die Ameisen des chinesischen Straßenverkehrs mit dem erforderlichen Respekt wahrzunehmen.

Wer keinen Roller sein Eigen nennt, nutzt in Chengdu gerne das Fahrrad. Hier hat sich der Trend des Mietfahrrads eindeutig durchgesetzt. Anbieter wie mobike, bluegogo oder Ofo warten mit Hunderttausenden von Fahrrädern auf.

Das Anmieten geht mit der Smartphone App fix oder wird direkt über die eigenen WeChat ID abgewickelt. Jedes dieser Fahrräder ist mit einem QR-Code versehen und lässt sich für 0.50 bis 3.00 Yuan (ca. 7 bis 40 Cent) pro Stunde ausleihen.

Da diese Leihfahrräder beliebig im Stadtgebiet abgestellt werden können, sind sie eine ausgezeichnete und bequeme Alternative.

Für Vielnutzer rechnen sich die angebotenen Monatsabos und machen den Service durch Rahmenpakete finanziell noch attraktiver.

 

Fassen wir noch einmal zusammen

In den Großstädten Chinas erinnert die Verkehrsordnung im Vergleich zu manchen Hauptstädten Südostasiens stärker an das gewohnte Straßenbild Europas. Wer Städte wie Chengdu zu Fuß erkundet, findet eine gewisse Unterstützung durch die zahlreichen Ampeln und Zebrastreifen. Wobei Sie keine Garantie zum vorbehaltlosen Überqueren bieten. PKWs machen sich durch häufiges Hupen bemerkbar und wünschen die Vorfahrt. Mischen Sie sich unter die Leute. Gemeinsam ist man stark und kann sich durchsetzen. Alternativ einfach einmal ein paar Stufen laufen und die Unterführung nutzen. Schließlich gibt es auch dort Etwas zu erkunden.

Spitzen Sie stets die Ohren und üben Sie den Schulterblick als Fussgänger. Die weit verbreiteten Roller in China sind aufgrund ihrer Elektroantriebe beinahe geräuschlos unterwegs. Ein Erkundungsspaziergang sichert Ihnen unvergessliche Eindrücke und führt Sie bedeutend näher an den Alltag in Chengdu heran als es ein jeder Bildband oder Marco Polo Reiseführer vermag.

Business Meetings gestalten sich in China auf ihre eigene Art

In China ist die Basis für ein erfolgreiches Geschäftsleben ein ausgezeichnetes Netzwerk. Bevor Sie sich nun vorschnell bei XING oder LinkedIn nach chinesischen Kontakten umsehen, sollten Sie wissen, dass diese Form von Networking allenfalls zum Aufbewahren von Kontaktdaten geeignet ist. In China, wie auch in zahlreichen anderen asiatischen Ländern, ist der persönliche Kontakt die Grundlage für eine potenzielle Zusammenarbeit. Ein gemeinsames Essen ist in fast allen Fällen die Voraussetzung für eine gemeinsame Aktivität rund um das Geschäftsleben.

So ist es nicht verwunderlich, dass Ihr erstes Geschäftstreffen durchaus ein umfangreiches Abendessen oder auch ein ausgiebiges Lunch sein kann. Für Chinesen sind drei Mahlzeiten obligatorisch, welche häufig zu einer festen Zeit eingenommen werden. Ein gemeinsames Essen dient mehr als nur der Nahrungsaufnahme. Es bietet dem Gastgebenden die Chance seine Wertschätzung auszudrücken und dabei sein Gegenüber näher kennen zu lernen.

An dieser Stelle scheint es mir interessant darauf hinzuweisen, dass es in der chinesischen Sprache keinen adäquaten Begriff für ein Geschäftsessen oder für ein Business Meeting gibt. Vielmehr wird eine Verabredung zu einem gemeinsamen Essen getroffen. Es lässt sich für Dritte nur aus dem Kontext des Gesprächs erkennen, ob es sich hierbei um ein privates Treffen, einem Candle Light Dinner ähnlich oder ob es sich um einen geschäftlichen Termin handelt. Damit wird deutlich, dass die persönliche Ebene wesentlich ist für einen geschäftlichen Kontakt. Eine klare Trennung zwischen der persönlichen Beziehung und den geschäftlichen Ambitionen ist damit so gut wie ausgeschlossen. Dies sollten Sie also bei jedem gemeinsamen Essen berücksichtigen.

Wie bereits erwähnt, ermöglicht der gemeinsame Restaurantbesuch die Möglichkeit eine Wertigkeit auszudrücken, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Die chinesische Sprache kennt zwar eine differenzierte Form zur Ansprache von älteren Menschen und in der Position übergeordneten Persönlichkeiten, doch dies lässt sich für einen Ausländer, der sich in englischer Sprache austauscht oder sich der Unterstützung einer Dolmetscherin bedient, nicht erkennen. Bei einer Einladung zum Essen spiegelt sich dies, seien Sie sich dessen gewiss, sehr deutlich wider. Der Gastgeber und das ist in China in aller Regel die chinesische Seite, bestimmt das Restaurant und wählt die gemeinsamen Speisen aus.

Für den Fall, dass man Ihnen eine Speisekarte reicht, wählen Sie lediglich Ihre Getränke und überlassen Sie das Essen Ihren chinesischen Gastgebenden.

Jetzt müssen Sie tapfer sein. Zwar ist die Zubereitung der Speisen in den jeweiligen Provinzen sehr unterschiedlich, jedoch in den meisten Fällen für Menschen aus der westlichen Welt eine kleine bis sehr große Überraschung. In China verwertet man in aller Regel das gesamte Tier bei der Zubereitung von Speisen. Sie werden überrascht sein, wie lecker das Gehirn vom Schwein zubereitet wird. Innereien gehören auf jede gute Speisekarte, Gänseleber, Frosch und Hühnerkrallen können auf sehr unterschiedliche Art und Weise zubereitet werden. Erwarten Sie auf gar keinen Fall ein Essen, wie Sie es von einem chinesischen Restaurant aus Europa kennen. Zwar gibt es vereinzelt Speisen, die an das von dort bekannte Essen erinnern, doch werden sie nicht überwiegend auf Ihrem Tisch wiederzufinden sein.

Gerade wenn Ihr Gastgeber sich besonders ins Zeug legt, um Ihnen zu zeigen, wie wichtig Sie sind, müssen Sie besonders mutig sein. Denn es werden mit Sicherheit Spezialitäten bestellt, die Ihnen ein klein wenig fremd anmuten. Einen Ausweg aus dieser Situationen gibt es kaum. Ich persönlich neige dazu, gerade wenn ich in Sichuan unterwegs bin, dass ich auf meine Vorliebe für vegetarische Kost hinweise. Mit dem kleinen Zusatz, dass mich die örtliche Zubereitung von Gemüse besonders begeistert. Das führt meist dazu, dass ausreichend Alternativen zur Auswahl stehen und ich nur kleine Happen der Fleischspeisen kosten „darf“. Gleichwohl wird Ihnen der gute und beherzte Gastgeber die ein oder andere Delikatesse direkt auf den Teller legen, um Ihnen etwas Gutes zu tun.

Ja, Sie lesen richtig. Ihr Teller ist weder heilig noch unantastbar. Bei einem klassischen Essen in China werden zahlreiche Speisen bestellt und allesamt am runden Tisch gemeinsam verspeist. Sie nehmen sich mit Ihren Stäbchen allerlei Dinge aus den Schüsseln. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass es grundsätzlich mehrere Gänge gibt. Wobei sich die Speisen an sich nicht in ihrer Natur unterscheiden. Im Gegensatz zu den bekannten Gängen die sich von leichten Speisen über den Hauptgang zu den Süßspeisen erstrecken, verzichtet man an der chinesischen Tafel auf derlei Struktur. Je wichtiger die Gäste umso so öfter werden neue Gerichte auf Ihrem Tisch landen. Halten Sie sich also zurück, was die Mengen angeht. Es wird im Laufe des Essens sicherlich mehrfach geschehen, dass die wichtigste Person aus dem Kreise der Gastgebenden, welche im übrigen direkt neben Ihnen sitzen wird, ein paar ganz besondere Leckereien für Sie auswählt und Ihnen zum kosten gibt. Ablehnen wäre grundsätzlich möglich, allerdings wenig höflich.

Hinsichtlich der Getränke ist anzumerken, dass Chinesen zum Essen eher selten Bier trinken. Es gibt zwar unterschiedliche Biere aus chinesischer Produktion, doch der Verzehr ist im Gegensatz zu Europa zurückhaltender. Als Ersatz dient im Laufe des Essens und zwischen den Gängen hochprozentiger Schnaps. Einen Alkoholgehalt von über 40% oftmals auch jenseits der 50% ist nicht selten und wirkt dementsprechend. Hinzu kommt, dass es je nach Provinz sehr abweichende Auffassungen von der passende Glasgröße gibt. So habe ich persönlich in Ya’an die bittere Erfahrung machen dürfen, dass man dort ein typisches Wasserglas mit 0.2 Liter für geeignet erachtet. Ein bis zum Rand mit 52% Reisschnaps gefülltes Glas war keine Seltenheit. Der geschickte Chinese füllt sein Glas nach den ersten Schlücken mit Tafelwasser auf. Machen Sie das nicht allzu auffällig und warten am besten ab, bis jemand aufsteht, um ein paar Worte zu sagen. Dann richten sich die Blicke in Richtung dieser Person und die Gelegenheit ist günstig, das Glas mit Wasser aufzufüllen.

Auch ist es üblich, dass sich die Anwesenden mit einem gemeinsamen Schluck begrüßen. So werden nach und nach, meist gemäß der Hierarchie, die beiwohnenden Personen aufstehen, mit ihrem gut gefüllten Glas an Ihren Platz kommen, um gemeinsam anzustoßen. Die Höflichkeit gebietet, dies nicht abzulehnen. Es reicht aus, wenn Sie lediglich ein klein wenig an Ihrem Glas nippen und wohlwollend Ihrem Gegenüber zu nicken. Wenn Sie anstoßen zeugen Sie Ihrem Gegenüber Respekt, indem Sie das Glas umfassen und auf der Innenfläche der zweiten Hand das Glas „abstellen“.

Nach dem ersten Anstoßen folgt meist noch eine zweite Runde, da Sie nun für ein gemeinsames Foto mit dem Cell Phone posieren dürfen. Im Anschluss erfolgt spätestens jetzt der Austausch der Visitenkarten. Investieren Sie vor Ihrer Reise auf jeden Fall in die Produktion einer zweisprachigen Visitenkarte. Es macht sich immer gut, wenn neben der englischen Seite auf der Rückseite alle Informationen noch einmal in chinesisch zu finden sind. Optimal ist es, wenn Sie diese Seite um den QR-Code Ihres WeChat-Accounts ergänzen. Nach dieser Vorstellungsrunde ist die Gelegenheit passend, um sich langsam an die ersten geschäftlichen Aspekte des Abends zu wagen. Wobei in aller Regel zunächst die Fragen der Gastgebenden zu Ihrem Wirkungskreis und Tätigkeitsfeld beantwortet werden. Danach werden Sie sicher etwas über die geschäftlichen Aktivitäten Ihrer Gastgebenden erfahren. Mögliche Schnittmengen werden behutsam angesprochen, allerdings noch nicht vertieft. Es bedarf grundsätzlich mehrerer Treffen, bevor sich Ihre neuen chinesischen Geschäftspartner auf konkrete Projekte beziehen wollen.

Ein derartiges Geschäftsessen dauert nicht selten zwei bis drei Stunden. Die Kostenübernahme wird nicht diskutiert, der Gastgeber übernimmt die Rechnung. Selbstverständlich gilt dies auch, falls Sie Ihre Geschäftspartnerinnen und Partner einladen. Machen Sie sich bewusst, dass diese Investitionen ein unbedingtes Muss sind. Wenn Sie ernsthaft an einer Geschäftsbeziehung Interesse haben, benötigen Sie ein ausreichendes Spesenkonto.

Wenn alles gut läuft, folgt auf ein abendliches Geschäftsessen die zweite Runde. Sie werden kurzerhand auf einen Umtrunk eingeladen. Das kann ein Pub sein oder was wahrscheinlicher ist, ein KTV. Karaoke ist auch bei den Chinesen sehr beliebt und Sie finden sich rasch in einem entsprechenden Club wieder. Und seien Sie sich gewiss, auch Sie dürfen singen. Nutzen Sie diese Gelegenheit um ein wenig mehr über sich zu verraten. Chinesen werden mit Ihnen nur dann eine gleichberechtigte Partnerschaft eingehen, wenn ein freundschaftlicher Umgang vorausgegangen ist. Sprechen Sie über Ihre Familie und Ihre Freizeitaktivitäten.

Klingt der Abend aus, vereinbaren Sie vor der Verabschiedung den nächsten Kontakt. Ein Telefonat oder ein persönliches Treffen um die Beziehung zu vertiefen. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie zu einer gemeinsamen Sightseeing Tour eingeladen werden. Chinesen sind stolz auf ihre Heimat und nehmen sich gerne die Zeit Ihnen die Sehenswürdigkeiten persönlich vorzustellen.

 

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Kein Zweifel: Mitarbeiter werden vorrangig aufgrund von Fachwissen und der bereits erlangten Erfahrung eingestellt - aber die Trennung vom Unternehmen ist meistens persönlich begründet. Umso mehr ist es wichtig, bei der Personalauswahl genauer hinzusehen. Der Erfolg des Unternehmens hängt schließlich entscheidend von der Kompetenz und dem Engagement der Mitarbeiter ab.

Es kann fatale Folgen für ein Unternehmen haben, wenn die falschen Mitarbeiter ausgewählt werden - besonders wenn es sich um Führungskräfte handelt. Wie aber die Personalauswahl gestalten? Und welche Auswahlinstrumente nutze ich für welche Zielgruppe? Schließlich wird jede berufliche Aufgabe von verschiedenen Menschen unterschiedlich erledigt.

Hier kommt die Eignungsdiagnostik ins Spiel: Mit ihr wird ein Eignungsprofil der Bewerber, aufgrund von Informationen über die Personen, erstellt. Diese unterschiedlich qualitativen Informationen werden mit Hilfe von eignungsdiagnostischen Methoden ermittelt.

Diese Informationen werden anschließend mit dem Anforderungsprofil der Unternehmen abgeglichen.

Ziel ist es dabei das Eignungs- und Anforderungsprofil möglichst aufeinander abzustimmen umso optimale Kandidaten für die zu besetzende Stelle zu finden. Um mit der Eignungsdiagnostik eine möglichst zuverlässige Aussage über das berufliche Entwicklungspotenzial machen zu können, gibt es verschiedene Herangehensweisen.

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Mit diesen 6 Tipps können Sie jeden Streit so richtig gegen die Wand fahren….

Die meisten Teilnehmer in unseren Seminaren kommen zu uns, weil sie lernen wollen, wie man Konflikte konstruktiv lösen kann und wie man Eskalationen im Berufsalltag vorbeugen kann.

Gerne drehe ich den Spieß dann mal um und lasse mir die besten Strategien und Tipps zeigen, wie man einen zunächst leicht lodernden Streit, so richtig zum Explodieren bringen kann. Sie möchten demnächst mal so richtig schlechte Stimmung verbreiten und es sich mit Ihrem Kollegen endgültig verscherzen, dann habe ich Ihnen hier ein paar gute Tipps für Sie!

1. Du-Botschaften

Der Klassiker schlechthin! „Sie haben doch keine Ahnung“ oder „ Du denkst doch immer nur an Dich“ sind quasi ein ausgestreckter Zeigefinger. Kombinieren Sie diese am besten noch mit negativen Aussagen über Eigenschaften Ihres Gegenüber, die er „immer“ und „sowieso“ hat!

2. Belehren

Ja genau, wecken Sie den Lehrer in sich! Wie wäre es mit „Da hätten Sie halt mal mehr aufpassen müssen!“ Und in dieser Rolle dürfen Sie natürlich auch die Aussagen Ihres Konfliktpartners bewerten a la „Sie übertreiben aber ganz schön“ oder „Sie sehen das komplett falsch!“.

3. Ironie/Sarkasmus

Hierfür finden unsere Seminar-Teilnehmer endlos viele gute Beispiele. Wie wäre es mit „Schön, dass sie heute mal nur 10 Minuten zu spät kommen!“. Das Praktische dabei ist, danach können Sie immer noch sagen, dass Sie es ja gar nicht so gemeint haben.

4. Warum…

Stellen Sie reichlich „Warum…?“-Fragen hintereinander ohne selber Ihre Sichtweise klar zu machen. Beliebtes Beispiel „Warum haben Sie da nicht eher etwas gesagt?“ „Warum haben Sie das denn überhaupt so gemacht?“ Wenn Ihr Gegenüber anfängt sich zu rechtfertigen, können Sie gleich wieder die Lehrer-Rolle einnehmen (siehe Punkt 2).

5. Mal auf den Tisch hauen

Auch non-verbal sollten Sie noch etwas aufrüsten, z.B. fluchtartig den Raum verlassen und dabei so laut wie möglich die Tür zuschlagen. Grundsätzlich sollten Sie Abstand halten. Zusätzlich versuchen Sie doch mal die Augen etwas zusammen zu kneifen! Eine gewisse Lautstärke bei Ihren Erläuterungen ist zudem hilfreich.

6. Unterbrechen und Ignorieren

Sie sollten Ihren Konfliktpartner auf keinen Fall ausreden lassen! Unterbrechen Sie ihn so oft wie möglich und hören Sie am besten gar nicht zu! Sie laufen sonst Gefahr sich in Ihr Gegenüber hineinzuversetzen und Empathie zu entwickeln.

Sollten Sie, so wie wir, eher an einem konstruktiven Miteinander sowohl privat als auch beruflich interessiert sein, sollten Sie unsere Beiträge zum Konfliktmanagement weiter verfolgen, damit Sie die entsprechenden Tipps und Informationen zum konstruktiven Umgang mit Konflikten nicht verpassen!

Es existieren unzählige Persönlichkeitsmodelle und -tests, eines davon ist „BIG FIVE“, auch 5-Faktoren Modell genannt. Doch sollten wir zunächst einmal aufklären was Persönlichkeit ausmacht, worauf sie beruht und was Persönlichkeit eigentlich ist. Während der Recherchen bin ich immer wieder darauf gestoßen, dass es gar nicht so einfach ist den Begriff „Persönlichkeit“ zu definieren. Das Repertoire an Definitionen beziehungsweise Erklärungsvorschlägen ist groß.

Es gibt sowohl philosophische als auch psychologische Ansätze, welche alle versuchen die grundlegenden Eigenschaften und Dimensionen einer Person zu bestimmen. Einigen wir uns darauf, dass die Persönlichkeit, oberflächlich betrachtet, als die Gesamtheit aller Charaktereigenschaften einer Person definiert wird.

Kommen wir nun zu einer der zahlreichen Persönlichkeitsmodelle: Dem „Big Five“, dessen Entwicklung schon in den 1930ern mit Louis Leon Thurstone, Gordon Allport und Henry Sebastian Odbert begann. In dieser Theorie werden die fundamentalen Charaktereigenschaften der Persönlichkeit zusammengefasst. 1936 erstellten die Entwickler eine Liste mit 18 000 Adjektiven, die sich dazu eigneten individuelle Persönlichkeitszüge zu beschreiben. Über die Jahre wurde diese von weiteren verschiedenen Forschern begutachtet und mit statistischen Verfahren auf letztendlich folgende 5 Begriffe reduziert.

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